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Heft 2-2017

Zusatzinformationen und Links

Melanesien

Mehr zum Thema Tiefseebergbau

Diese Zusammenstellung weiterführender Informationen beschränkt sich in erster Linie auf deutschsprachige Medien. Gegen Ende dieser Liste nennen wir auch einige englischsprachige Websites.

Die beste Einführung in das Thema ist die Fernsehsendung Goldrausch in der Tiefsee aus der Reihe Leschs Kosmos, zu sehen auf Youtube (36 Minuten).

Das Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung untersucht die ökologischen Auswirkungen von Tiefseebergbau. Ein viereinhalbminütiges Video zeigt, weshalb jeder Eingriff in die Tiefsee Zerstörungen hervorruft, die auch nach Jahrzehnten sichtbar sind - und sich wahrscheinlich nie davon erholen wird.

Autoren der Wochenzeitung DIE ZEIT haben sich schon 2011 genauer angesehen, weshalb sich Deutschland ein Abbaugebiet im Pazifik reserviert hat und was dies für die Meeresökologie bedeutet. Das Dossier "Der Schatz in der Tiefsee" ist online verfügbar.

Fakten und Schlussfolgerungen zum Tiefseebergbau hat die Stiftung Asienhaus in einem Fact Sheet zusammengestellt. Die 16 Seiten sind ein guter und allgemeinverständlicher Einstieg (PDF).

Tiefseebergbau ist ein „unkalkulierbares Risiko für Mensch und Natur“. Das belegt Misereor in einem 16-seitigen Diskussionspapier (PDF).

Wer sich noch weiter in das Thema vertiefen will, sollte Rohstoffe aus dem Meer – Chancen und Risiken der World Ocean Review (WOR) als PDF-Dokument herunterladen. Die 168-seitige Veröffentlichung ist auch für Laien verständlich geschrieben. Herausgegeben wird WOR von einer gemeinnützigen Stiftung, die der Mare-Verlag 2008 gegründet hat.

Führende Kirchenvertreter aus Fidschi, Papua-Neuguinea, Tonga, Vanuatu, Kiribati und den Salomonen haben bei einer Konferenz in Fidschi Anfang April 2017 Menschen und Regierungen im Pazifik dazu aufgerufen, sich geschlossen gegen experimentellen Tiefseebergbau in der Region zu stellen. Einen Kurzbericht dazu bringt das Evangelische Missionswerk in Deutschland auf seiner Website.

Interessante englischsprachige Quellen
Mit dem Pulitzer-Preis wird herausragender Journalismus in den USA geehrt. Das Pulitzer Centre on Crisis Reporting ist eine Non-Profit-Organisation, die Recherchen zu Themen unterstützt, die einer auf Aktualität fokussierten Berichterstattung eher vernachlässigt werden. Drei Beiträge, davon ein achtminütiges Video, haben den Tiefseebergbau im Pazifik zum Thema.

Papua New Guinea Mine Watch befasst sich mit dem gesamten Bergbau in der Region. Die offensichtlichen Umweltzerstörungen wurden in den letzten Jahren beim konventionellen Bergbau begangen, ein Beispiel ist die Ramu Nickelmine in der Madang-Provinz Papua-Neuguineas. Nun hat sich die Gruppe, die diese Mine kritisch begleitet hat, ihre Beobachtungen auf den gesamten Minensektor ausgedehnt – auch den Tiefseebergbau.

Die Deep Sea Mining Campaign bietet auf ihrer Website Meldungen, Berichte, Studien, Videos und eine aktuelle Presseschau zum Thema Tiefseebergbau. Über die Tätigkeit der Firma Nautilus Minerals, die in dem Beitrag "Gefährliche Experimente" vorkommt, gibt es auf dieser Website eine Studie unter dem Titel Accountability Zero – „Verantwortung Null“.

Nautilus Minerals selbst stellt hingegen sein Wirken in der Bismarck-See in Papua-Neuguinea als sowohl segensreich als auch gewinnträchtig dar. Nach einer Darstellung auf ihrer Website ist sogar die Umweltverträglichkeit des Tiefseebergbaus bewiesen, was durch eine Studie untermauert werden soll. Das Ergebnis: Er sei wesentlich umweltverträglicher als konventioneller Ressourcenabbau an Land. Allerdings sind die beiden Autoren weder Umweltexperten noch haben sie meeresökologische Fragen untersucht.

Inhaltsverzeichnis und Themenschwerpunkte: